Industriewärmepumpen

Großwärmepumpe kaufen & mieten: Ab 100 kW Industriewärmepumpe

Wer große Mengen Wärme effizient und unabhängig von fossilen Energieträgern bereitstellen will, findet in der Industriewärmepumpe eine leistungsstarke Lösung. Die Technik nutzt kostenlose Umweltwärme oder unvermeidbare Abwärme aus industriellen Prozessen und wandelt sie in nutzbare Heizenergie um und das mit einem Bruchteil des Stromaufwands einer konventionellen Direktheizung.

Großwärmepumpe für die Industrie

Großwärmepumpen ab 100 kW Leistung versorgen dabei nicht nur einzelne Gebäude, sondern ganze Wohnquartiere, Nahwärmenetze, Gewerbebetriebe und Industrieanlagen zuverlässig mit thermischer Energie. Ob als Kauf- oder Mietlösung, als Standardanlage oder Einzelanfertigung: Anbieter koordinieren die passende Großwärmepumpe für jeden Bedarf.
Austria Energy Group beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Industriewärmepumpen: Wie funktioniert die Technik, welche Wärmequellen kommen infrage, was kostet eine Großwärmepumpe und welche Fördermittel gibt es in Österreich?

Was ist eine Großwärmepumpe?

Eine Großwärmepumpe funktioniert nach demselben Grundprinzip wie eine herkömmliche Wärmepumpe: Sie hebt das Temperaturniveau einer vorhandenen Wärmequelle auf einen technisch nutzbaren Wert an. Was sie von konventionellen Anlagen unterscheidet, ist ihre Leistungsklasse. Während Kleinwärmepumpen typischerweise unter 50 kW Leistung erbringen und sich vor allem für Einfamilienhäuser eignen, liefern Großwärmepumpen und Industriewärmepumpen ab 100 kW aufwärts. Einzelne Anlagen erreichen mehr als 600 kW und als Kaskade zusammengeschaltete Systeme kommen in den Megawatt-Bereich.

Grundlage ist ein kontinuierlicher Kreisprozess auf Basis eines Kältemittels. Dieser benötigt lediglich eine Kilowattstunde Strom, um mindestens drei Kilowattstunden Wärme bereitzustellen und arbeitet damit deutlich effizienter als jede Direktheizung. Vor Ort entstehen dabei keine Schadstoffemissionen.

Großwärmepumpen erreichen bei Bedarf Temperaturen von mehr als 100 Grad Celsius und eignen sich damit nicht nur für die Gebäudebeheizung, sondern auch für industrielle Prozesse, Dampferzeugung und die Einspeisung in Nah- und Fernwärmenetze. Als Wärmequellen kommen Umgebungsluft, Erdreich, Grund- und Oberflächenwasser, Abwasser sowie industrielle Abwärme infrage.

Regelware oder Einzelanfertigung?

Der Markt für Großwärmepumpen ist deutlich enger als jener für Kleinanlagen. Das Angebot an anschlussfertiger Regelware ist begrenzt. Wer keine passende Standardlösung findet, kann eine Anlage individuell fertigen lassen. Anbieter passen Industriewärmepumpen dabei optimal an die jeweiligen Anforderungen an, was zwar höhere Investitionskosten bedeutet, in der Regel aber auch eine höhere Effizienz und bessere Integration in bestehende Systeme mit sich bringt.

Übrigens:

Neben Strom kommt auch Gas als Antriebsenergie infrage. Möglich ist das mit Gasmotoren oder speziellen Sorptionswärmepumpen, eine Option, die besonders dann interessant ist, wenn günstige Gaspreise oder eine bestehende Gasinfrastruktur vorhanden sind.

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Wie funktioniert eine Industriewärmepumpe?

Ob Wohngebäude, Gewerbeanlage oder Industriebetrieb, das Funktionsprinzip einer Industriewärmepumpe ist stets dasselbe: Ein kontinuierlicher Kreisprozess hebt das Temperaturniveau einer vorhandenen Wärmequelle auf einen technisch nutzbaren Wert an. Ermöglicht wird das durch Kältemittel mit speziellen chemischen und physikalischen Eigenschaften, die im geschlossenen Kreislauf zirkulieren. So läuft der Prozess Schritt für Schritt ab:

So funktioniert eine Industriewärmepumpe: der Kreisprozess
Animation: Im Verdampfer nimmt das Kältemittel Wärme aus der Wärmequelle auf und verdampft. Der Verdichter presst es mit Strom zu Heißgas zusammen, im Verflüssiger gibt es die Wärme an das Heizwasser ab und wird wieder flüssig. Am Entspannungsventil sinkt der Druck, der Kreislauf beginnt von vorn. Aus einer Kilowattstunde Strom und zwei Kilowattstunden Umweltwärme entstehen drei Kilowattstunden Wärme.Wärmequelle1Verdampfer2Verdichter3Verflüssiger4Entspannungsventil2 kWh Umweltwärme1 kWh Strom3 kWh Wärme
  1. Schritt 1 von 5 · AufnehmenWärme aufnehmenIm Verdampfer gibt die Wärmequelle, zum Beispiel Erdreich, Grundwasser oder Abwärme, Energie an das Kältemittel ab. Die Quelle kühlt sich dabei ab, das Kältemittel verdampft.
  2. Schritt 2 von 5 · VerdichtenKältemittel verdichtenDer Verdichter presst das gasförmige Kältemittel stark zusammen. Dabei steigt die Temperatur weiter an und es entsteht Heißgas. Für diesen Schritt braucht die Anlage Strom.
  3. Schritt 3 von 5 · AbgebenWärme abgebenIm Verflüssiger gibt das Heißgas seine Wärme an das Zielsystem ab, meist an Heizungswasser, möglich sind auch Trink- oder Speisewasser. Das Kältemittel kühlt ab und wird wieder flüssig.
  4. Schritt 4 von 5 · EntspannenKältemittel entspannenAm Entspannungsventil baut das Kältemittel den restlichen Druck ab und nimmt seinen Ausgangszustand wieder ein. Der Kreislauf ist geschlossen und beginnt von vorn.
  5. Schritt 5 von 5 · EffizienzAus 1 kWh Strom werden 3 kWh WärmeBei einem COP von 3 erzeugt eine Kilowattstunde Strom drei Kilowattstunden Wärme, zwei davon stammen aus der Wärmequelle. Je kleiner der Temperaturhub, desto weniger muss der Verdichter leisten.

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Wärme aufnehmen

Am Anfang des Kreisprozesses steht der Verdampfer, ein Wärmeübertrager, der thermische Energie aus der Wärmequelle (z. B. Erdreich, Grundwasser oder Abwärme) auf das Kältemittel überträgt. Die Wärmequelle kühlt sich dabei ab, während die Temperatur des Kältemittels so weit ansteigt, dass es verdampft und vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht.

Kältemittel verdichten

Das gasförmige Kältemittel strömt zum Verdichter, der es stark komprimiert. Durch die Verdichtung steigt das Temperaturniveau weiter an und es entsteht sogenanntes Heißgas. Dieses strömt anschließend weiter zum Verflüssiger.

Wärme abgeben

Im Verflüssiger gibt das Heißgas seine thermische Energie an das Zielsystem ab. Üblich ist die Übertragung an Heizungswasser, möglich ist aber auch die Erwärmung von Trink- oder Speisewasser sowie die Einspeisung in eine Dampfanlage. Das Kältemittel kühlt sich dabei ab und geht allmählich wieder in den flüssigen Aggregatzustand über.

Kältemittel entspannen

Am Entspannungsventil baut das Kältemittel den verbleibenden Druck ab, verflüssigt sich vollständig und nimmt seinen Ausgangszustand wieder ein. Damit ist der Kreislauf geschlossen. Die Industriewärmepumpe kann kontinuierlich und mit gleichbleibender Leistung Wärme bereitstellen.

Temperaturhub: Einfluss auf Effizienz und Betriebskosten

Die Effizienz einer Großwärmepumpe hängt maßgeblich vom sogenannten Temperaturhub ab, also dem Unterschied zwischen der Temperatur der Wärmequelle und der benötigten Nutztemperatur. Je größer dieser Unterschied ist, desto mehr muss der Verdichter leisten, desto höher ist der Strombedarf und desto teurer wird der Betrieb der Anlage.

COP, SCOP und JAZ: Die wichtigsten Effizienz-Kennwerte

Der gebräuchlichste Kennwert für die Energieeffizienz einer Großwärmepumpe ist der COP-Wert (Coefficient of Performance). Er beschreibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetzter Antriebsenergie und sollte mindestens bei 3 liegen. Das bedeutet: Eine Kilowattstunde Strom erzeugt mindestens drei Kilowattstunden Wärme. Je höher der COP, desto effizienter und sparsamer arbeitet die Anlage.

Da der COP jedoch nur einen einzelnen Betriebspunkt abbildet, sind für die Praxis zwei weitere Kennwerte relevant:

  • SCOP (Seasonal Coefficient of Performance): Berücksichtigt verschiedene Betriebszustände über eine gesamte Heizperiode und liefert damit ein realistischeres Bild der saisonalen Effizienz.
  • JAZ (Jahresarbeitszahl): Misst die tatsächliche Effizienz der Großwärmepumpe im realen Betrieb, auf Basis der gemessenen Energieverbräuche von Verdichter, Regelung und allen notwendigen Pumpen über ein volles Jahr.

Mittel- und Hochtemperatur Industriewärmepumpe: Unterschiede und Technologien

Je nach Einsatzbereich und benötigtem Temperaturniveau unterscheidet man zwischen Mitteltemperatur- und Hochtemperatur-Industriewärmepumpen. Der entscheidende Unterschied liegt dabei nicht nur in der erreichbaren Temperatur, sondern auch im technischen Aufbau und in der Wahl des Kältemittels.

Mitteltemperatur-Industriewärmepumpen

Mitteltemperatur-Industriewärmepumpen liefern Vorlauftemperaturen von bis zu 50–60 Grad Celsius. Sie eignen sich vor allem für die Gebäudebeheizung und arbeiten am effizientesten in Kombination mit Flächenheizungen oder Bauteilaktivierungen, da diese mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommen.

Hochtemperatur-Industriewärmepumpen

Hochtemperatur-Industriewärmepumpen decken einen deutlich größeren Einsatzbereich ab. Sie liefern bei Bedarf 90, 100 oder sogar bis zu 160 Grad Celsius und eignen sich damit auch für industrielle Prozesse, Dampferzeugung und die Einspeisung in Wärmenetze mit hohen Anforderungen.

Drei Technologien ermöglichen diese hohen Temperaturniveaus:

TechnologieFunktionsweiseTypischer Einsatz
HeißgasauskopplungDas Verdichtergas hat unmittelbar nach der Kompression eine sehr hohe Temperatur. Ein Teil davon wird über einen zusätzlichen Wärmeübertrager ausgekoppelt und stellt rund 20 °C höhere Temperaturen als im Normalbetrieb bereit. Die Leistungszahl der Anlage wird dabei nicht beeinträchtigt.Parallele Versorgung von Heizung und Warmwasser
Mehrstufige ProzesseMehrere Kältemittelkreisläufe sind hintereinandergeschaltet: Der erste hebt die Quelltemperatur auf ein mittleres Niveau, der zweite greift dieses auf und steigert es weiter. Jede Stufe ist für ihren Temperaturbereich optimiert und bedarfsgerecht zuschaltbar.Große Temperaturhübe, z. B. Umgebungsluft auf hohe Temperaturniveaus
Spezielle KältemittelFür Hochtemperatur-Wärmequellen wie industrielle Abwärme mit 30–40 °C kommen spezielle Kältemittel zum Einsatz, die auch bei diesen Ausgangsniveaus große Temperaturhübe realisieren. Ein etabliertes Beispiel ist CO2 (R744).Industrielle Abwärmenutzung, Prozesswärme

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Kältemittel im Wandel: F-Gase-Regulierung und natürliche Alternativen

Die Wahl des Kältemittels beeinflusst nicht nur die Effizienz einer Industriewärmepumpe, sondern auch ihre Zukunftssicherheit. Synthetische Kältemittel auf Basis von teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) stehen zunehmend unter regulatorischem Druck: Die überarbeitete F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 gilt seit März 2024 unmittelbar auch in Österreich und sieht einen schrittweisen Ausstieg aus hochgradig treibhauswirksamen Kältemitteln vor. Durchgeführt wird sie in Österreich über das Fluorierte Treibhausgase-Gesetz 2009. Auch die Bundesförderung für Wärmepumpen ab 100 kW verlangt seit 1. Jänner 2026 ein Kältemittel mit einem GWP unter 750.

Der Markt bewegt sich deshalb klar in Richtung natürlicher Kältemittel:

  • CO2 (R744): Besonders geeignet für Hochtemperaturanwendungen nicht brennbar sehr geringes Treibhauspotenzial (GWP = 1)
  • Ammoniak (R717): Hohe Energieeffizienz seit Jahrzehnten in der Industrie bewährt GWP = 0 erfordert jedoch besondere Sicherheitsmaßnahmen
  • Propan (R290): Zunehmend auch in größeren Anlagen eingesetzt sehr niedriges GWP gute thermodynamische Eigenschaften

Wärmequellen für Großwärmepumpen im Überblick

Großwärmepumpen und Industriewärmepumpen können grundsätzlich auf dieselben Wärmequellen zurückgreifen wie kleinere Anlagen. Aufgrund der deutlich höheren Leistungsklassen sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten, insbesondere bei der Erschließung, der verfügbaren Menge und den behördlichen Anforderungen.

Umgebungsluft

Luft-Wasser-Großwärmepumpen saugen Außenluft an und übertragen die darin enthaltene Energie auf das Kältemittel. Diese Wärmequelle ist einfach und kostengünstig erschließbar, ohne Bohrungen oder aufwendige Genehmigungsverfahren. Im Sommer und in der Übergangszeit arbeiten Luftwärmepumpen sehr effizient. Im Winter sinkt der COP jedoch deutlich, da die Außentemperatur abfällt und ein größerer Temperaturhub erforderlich wird. Wird warme Abluft aus einer Lüftungsanlage genutzt, lässt sich die Effizienz spürbar steigern. Zu beachten ist außerdem, dass Ventilatoren großer Luft-Wasser-Anlagen zu Lärmemissionen führen können, in dicht besiedelten Gebieten sind österreichische Lärmschutzvorschriften (ÖAL-Richtlinie Nr. 3) einzuhalten.

Erdreich

Sole-Wasser-Großwärmepumpen nutzen das Erdreich als Wärmequelle. Eine Sole (ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel) zirkuliert durch Leitungen, die entweder vertikal (Erdwärmesonden) oder horizontal (Flach- oder Grabenkollektoren) verlegt sind. Sonderformen wie Wärmekörbe oder Energiepfähle kommen ebenfalls infrage. Da das Erdreich ganzjährig stabile Temperaturen aufweist, fällt der Temperaturhub auch im Winter gering aus, was die Betriebskosten dauerhaft niedrig hält. Nachteilig sind die hohen Erschließungskosten sowie der Platzbedarf. In Österreich brauchen Erdwärmesonden eine wasserrechtliche Bewilligung nach dem Wasserrechtsgesetz (WRG), in manchen Fällen genügt eine Anzeige.

Oberflächen- und Grundwasser

Wasser-Wasser-Großwärmepumpen zapfen Gewässer oder Grundwasseradern als Energiequelle an. Das Wasser wird angesaugt, thermisch genutzt und anschließend zurückgeführt. Besonders das Grundwasser überzeugt durch seine ganzjährig stabilen Temperaturen von 10–15 Grad Celsius, der Temperaturhub bleibt klein, die Effizienz hoch. Voraussetzung ist eine ausreichende Menge und Qualität des verfügbaren Wassers. Das Genehmigungsverfahren ist in Österreich je Bundesland geregelt und kann aufwendig sein; die Erschließungskosten sind entsprechend hoch.

Abwasser

Kommunales oder industrielles Abwasser lässt sich ähnlich wie Grundwasser als Wärmequelle nutzen. Die Quelltemperaturen sind vergleichsweise hoch, was zu niedrigen Betriebskosten führt. Voraussetzung ist ein kontinuierlich ausreichendes Abwasseraufkommen. In Österreich bestehen bereits mehrere realisierte Projekte zur Abwasserwärmenutzung, etwa in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Abwasserverbänden.

Abwärme

Industrielle Abwärme ist die wirtschaftlich attraktivste Wärmequelle für Großwärmepumpen. Sie fällt in technischen Prozessen ohnehin an, etwa als Abluft von Kälteanlagen, Büroabwärme, Duschwasser, Schwallwasser oder Prozessabwärme und steht häufig mit vergleichsweise hohen Temperaturen zur Verfügung. Der Temperaturhub fällt dadurch besonders klein aus, was den Strombedarf minimiert und die Betriebskosten senkt. Auch die Erschließungskosten sind in der Regel gering. Nachteilig ist, dass Abwärme nicht immer in der benötigten Menge und Kontinuität verfügbar ist.

Großwärmepumpen sind besonders wirtschaftlich, wenn ihnen unvermeidbare Abwärme zur Verfügung steht. Je höher die Quelltemperatur, desto kleiner der Temperaturhub und desto effizienter und kostengünstiger der Betrieb der Industriewärmepumpe.

Effizienzsteigerung durch Solarthermie und Photovoltaik

Die Effizienz einer Großwärmepumpe lässt sich durch die Kombination mit Solarthermie und Photovoltaik gezielt steigern, zwei Technologien, die sich ideal ergänzen.

  • Solarthermie reduziert den Wärmebedarf, den die Industriewärmepumpe erbringen muss. Darüber hinaus lässt sich überschüssige Sommerwärme nutzen, um das Erdreich als Wärmequelle aufzuladen. Der Temperaturhub in der Heizperiode sinkt dadurch spürbar und die Anlage arbeitet effizienter und kostengünstiger. Alternativ lässt sich Solarwärme in saisonale Wärmespeicher einlagern, auf die die Großwärmepumpe im Winter zurückgreift. So ist sie selbst dann noch effizient, wenn die Speichertemperatur bereits deutlich abgesunken ist.
  • Photovoltaik liefert einen Teil des Stroms für den Betrieb der Industriewärmepumpe. Betreiber reduzieren damit ihren Bezug aus dem öffentlichen Netz, senken die Stromkosten und steigern gleichzeitig die Unabhängigkeit von Strompreisentwicklungen. Dies ist ein Aspekt, der gerade für gewerbliche und industrielle Anlagen in Österreich zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Einsatzbereiche: Wo werden Industriewärmepumpen eingesetzt?

Wohnungsbau und Quartierversorgung

Große Wohngebäude, Wohnanlagen und ganze Quartiere lassen sich mit einer Großwärmepumpe zuverlässig und effizient mit Wärme versorgen. In Österreich gewinnt die Quartierversorgung über Nahwärmenetze zunehmend an Bedeutung. Die Großwärmepumpen spielen dabei als zentrale Wärmequelle eine Schlüsselrolle.

Nah- und Fernwärmenetze

Industriewärmepumpen eignen sich ideal für die Einspeisung in bestehende oder neu geplante Wärmenetze. Sie ersetzen oder ergänzen fossile Wärmezentralen und ermöglichen eine CO2-arme Wärmeversorgung auf Netzebene. Der Ausbau klimafreundlicher Fernwärme ist ein Schwerpunkt im Nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) und wird über die Umweltförderung im Inland eigens gefördert.

Gewerbe, Industrie und Sonderbauten

Das Einsatzspektrum der Industriewärmepumpe umfasst unter anderem:

  • Gewerbebetriebe und Industrieanlagen
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
  • Hotels und Gastronomie
  • Schwimmbäder und Freizeitanlagen
  • Rechenzentren (Abwärmenutzung)
  • Landwirtschaft und Lebensmittelhandel
  • Zoos und Tierhaltungsanlagen
Sonderform: Dampferzeugung und Wärmerückgewinnung

Hochtemperatur-Industriewärmepumpen übernehmen in der Industrie eine besonders wertvolle Funktion: die Nutzung unvermeidbarer Prozessabwärme zur Dampferzeugung. Wärmeübertrager nutzen dabei Abwärme, um Wasser zu verdampfen. Leistungsstarke Verdichter bringen den Dampf anschließend mit vergleichsweise geringem Energieaufwand auf das benötigte Druckniveau. Die gewonnene Wärme fließt direkt in den Produktionsprozess zurück und reduziert den Bedarf an fossilen Energieträgern erheblich.
Betreiber profitieren dabei gleich mehrfach: Die Betriebskosten sinken, die CO2-Bilanz verbessert sich und die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern steigt. Zudem lassen sich Großwärmepumpen in vielen Fällen problemlos in bestehende Anlagen nachrüsten, ohne aufwendige Umbaumaßnahmen.

Planung, Bewilligung und Installation einer Großwärmepumpe

Egal ob der Gastank einen privaten oder geschäftlichen Energiebedarf decken soll, in allen Fällen wird der Flüssiggastank über die Flüssiggasanbieter, deren Niederlassungen und Außendienstler gemietet. Der Mietvertrag selbst wird dann mit der dem Flüssiggasanbieter geschlossen. Es gibt aber auch Vergleichsportale, die mehrere oder Die Planung einer Großwärmepumpe oder Industriewärmepumpe ist ein mehrstufiger Prozess, der frühzeitig angegangen werden sollte. Zwischen der ersten Projektidee und der Inbetriebnahme vergehen je nach Anlagengröße, Wärmequelle und Bundesland erfahrungsgemäß mehrer Monate oder sogar Jahre. Somit ist ein realistischer Zeitplan ist entscheidend.

Bedarfsanalyse und Machbarkeitsstudie

Am Anfang jedes Projekts steht eine sorgfältige Bedarfsanalyse. Dabei werden der Wärmebedarf, die verfügbaren Wärmequellen, die gewünschten Temperaturniveaus und die räumlichen Gegebenheiten erfasst. Eine Machbarkeitsstudie zeigt auf, welche Anlagenkonfiguration technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist und ob Regelware oder eine Einzelanfertigung infrage kommt.

Wahl der Wärmequelle und Erschließung

Die Wahl der Wärmequelle hat großen Einfluss auf den Planungsaufwand. Während Luft-Wasser-Anlagen vergleichsweise unkompliziert zu erschließen sind, erfordern Erdwärmesonden, Grundwassernutzung und Abwasserwärmenutzung vertiefte Vorabklärungen. Insbesondere hinsichtlich Geologie, Grundwasserschutz und Verfügbarkeit.

Bewilligung und Genehmigungsverfahren in Österreich

In Österreich sind Großwärmepumpen je nach Wärmequelle und Bundesland bewilligungspflichtig. Die Vorschriften variieren je nach Bundesland erheblich und sollten deswegen im Einzelfall durch einen Fachpartner oder Juristen auf landesrechtliche Besonderheiten geprüft werden. Untenstehend finden Sie die wichtigsten Bewilligungsverfahren im Überblick:

  • Erdwärmesonden: wasserrechtliche Bewilligung oder Anzeige nach dem WRG; in Wasserschutz- und Schongebieten Einschränkungen bis zum Bohrverbot
  • Grundwassernutzung: wasserrechtliche Bewilligung nach dem WRG durch die Bezirksverwaltungsbehörde bzw. den Landeshauptmann; Nachweis Menge und Qualität erforderlich
  • Abwassernutzung: Koordination mit Gemeinde / Abwasserverband; ggf. separate Vereinbarung
  • Umgebungsluft: je nach Bauordnung des Landes bewilligungsfrei oder anzeigepflichtig; schalltechnischer Nachweis nach ÖAL-Richtlinie Nr. 3 je nach Standort
  • Industrielle Abwärme: Abhängig von Anlagengröße und Standort; ggf. Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Ausschreibung und Angebotsevaluation

Nach Abschluss der Planungsphase erfolgt die Ausschreibung. Anbieter koordinieren dabei die Evaluation geeigneter Hersteller und Anlagenkonfigurationen. Diese geht von der Standardanlage bis zur Einzelanfertigung. Ein strukturierter Angebotsvergleich hilft, Kosten, Effizienz und Lieferzeiten gegenüberzustellen.

Installation und Inbetriebnahme

Die Installation einer Großwärmepumpe erfordert Fachpersonal mit Erfahrung in Kältetechnik, Hydraulik und Elektrotechnik. Nach der Montage folgt eine sorgfältige Inbetriebnahme mit Funktionsprüfung, Einregulierung und Dokumentation. Die Grundlage für einen effizienten Dauerbetrieb und die Inanspruchnahme von Fördermitteln.

Muss die bestehende Wärmezentrale für den Einbau außer Betrieb gehen, überbrückt ein gemieteter Heizcontainer mit 100 bis 2.000 kW die Umbauphase.

Wartung, Betrieb und Lebensdauer der Industriewärmepumpe

Eine Großwärmepumpe ist eine langlebige Investition. Mit regelmäßiger Wartung und fachgerechtem Betrieb erreichen Industriewärmepumpen eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren (oder sogar länger). Voraussetzung dafür ist ein strukturiertes Wartungskonzept, das von Beginn an eingeplant wird.

Regelmäßige Wartung sichert Effizienz und Verfügbarkeit

Wie alle technischen Anlagen benötigen Großwärmepumpen regelmäßige Wartungsintervalle. Typische Wartungsarbeiten umfassen:

  • Kontrolle und Nachfüllen des Kältemittels
  • Prüfung von Verdichter, Ventilen und Wärmeübertragern
  • Reinigung von Filtern und Wärmetauschern
  • Überprüfung der Hydraulik und Regelungstechnik
  • Dokumentation und Protokollierung aller Messwerte

In Österreich schreibt die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 für Anlagen mit bestimmten Kältemitteln regelmäßige Dichtheitskontrollen vor. Die Intervalle richten sich nach der Füllmenge und dem verwendeten Kältemittel.

Betriebskosten im Überblick

Die laufenden Betriebskosten einer Industriewärmepumpe setzen sich im Wesentlichen aus drei Positionen zusammen: dem Stromverbrauch des Verdichters, den Wartungskosten sowie allfälligen Kosten für die Erschließung der Wärmequelle (z. B. Solepumpen, Brunnenpumpen). Der mit Abstand größte Kostenblock ist der Strombedarf. Ein hoher COP-Wert senkt diesen direkt und ist daher das wichtigste Kriterium bei der Anlagenauswahl.

Fernüberwachung und digitale Betriebsführung

Moderne Großwärmepumpen verfügen über digitale Steuerungs- und Überwachungssysteme, die eine Fernüberwachung in Echtzeit ermöglichen. Betriebsdaten wie COP, Temperaturniveaus, Drücke und Energieverbräuche lassen sich kontinuierlich erfassen und auswerten. Abweichungen werden frühzeitig erkannt, bevor es zu Ausfällen kommt. Das senkt die Wartungskosten und erhöht die Verfügbarkeit der Anlage.

Lebensdauer und Werterhalt

Großwärmepumpen sind auf einen langen Betrieb ausgelegt. Verdichter und Kältemittelkreislauf sind die zentralen Verschleißteile; sie lassen sich bei Bedarf austauschen, ohne die gesamte Anlage ersetzen zu müssen. Regelmäßige Wartung, eine fachgerechte Inbetriebnahme und der Einsatz zukunftssicherer Kältemittel sind die wichtigsten Faktoren für einen langen und wirtschaftlichen Betrieb der Industriewärmepumpe.

Hersteller von Großwärmepumpen und Industriewärmepumpen

Der Markt für Großwärmepumpen und Industriewärmepumpen ist deutlich enger als jener für Kleinanlagen. Dennoch gibt es eine Reihe etablierter Hersteller, die leistungsstarke Anlagen für unterschiedlichste Anforderungen anbieten. Die folgende Übersicht gibt einen ersten Markteinblick:

  • CTA AG / Klima-Kälte-Wärme
  • Friotherm AG
  • KWT Kälte-Wärmetechnik AG (gehört zur Viessmann/Carrier-Gruppe)
  • AGO Energie + Anlagen
  • BOCK
  • Dürr thermea
  • ENGIE Refrigeration
  • GEA Refrigeration
  • MAN Energy Solutions (mit Großwärmepumpen-Hub in Wien)
  • Piller
  • Siemens Energy
  • Spilling
  • Viessmann (Marke, gehört wirtschaftlich zu Carrier USA)
  • Frigopol
  • HELIOTHERM
  • OCHSNER Energie Technik
  • Dänemark: Danfoss
  • Finnland: Oilon
  • Italien: Turboden
  • Japan: Kobe Steel, Mayekawa, Mitsubishi
  • Norwegen: Heaten (ehemals Viking Heat Engines), Hybrid Energy
  • Vereinigtes Königreich: Star Refrigeration
  • USA: Carrier, Johnson Controls, Trane

Kosten einer Großwärmepumpe: Was beeinflusst den Preis?

Die Kosten einer Großwärmepumpe oder Industriewärmepumpe lassen sich nicht pauschal beziffern. Je nach Leistungsklasse, Temperaturniveau, Wärmequelle und Anlagenkonfiguration können die Investitionskosten erheblich variieren. Eine verlässliche Kostenaussage liefert nur ein individuelles Angebot, das auf den konkreten Bedarf, die Wärmequelle und die baulichen Gegebenheiten abgestimmt ist. Anbieter koordinieren die Einholung passender Angebote und helfen dabei, Angebote strukturiert zu vergleichen.

Die wichtigsten Kostenfaktoren im Überblick:

Leistung und Temperaturniveau

Die Anlagenleistung ist der größte Preistreiber. Eine Großwärmepumpe ab 100 kW kostet deutlich mehr als eine Kleinanlage, und der Preis steigt mit zunehmender Leistung weiter an. Auch das benötigte Temperaturniveau spielt eine entscheidende Rolle: Hochtemperatur-Industriewärmepumpen, die Temperaturen von 100 Grad Celsius oder mehr erreichen müssen, erfordern aufwendigere Komponenten und sind entsprechend teurer.

Regelware oder Einzelanfertigung

Standardanlagen aus dem Katalog sind in der Regel günstiger und schneller verfügbar als individuell gefertigte Anlagen. Wer spezifische Anforderungen hat, die kein Standardprodukt erfüllt, muss mit höheren Investitionskosten rechnen. Einzelanfertigungen bieten dafür in der Regel eine bessere Systemintegration und höhere Effizienz im Betrieb.

Wärmequelle und Erschließung

Die Erschließungskosten der Wärmequelle sind ein oft unterschätzter Kostenfaktor. Während Luft-Wasser-Anlagen vergleichsweise günstig zu erschließen sind, verursachen Erdwärmesonden, Grundwasserbohrungen oder die Anbindung an ein Abwassersystem erhebliche Zusatzkosten. Diese sollten bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung von Anfang an berücksichtigt werden.

Installation und Inbetriebnahme

Neben den Anlagenkosten fallen Kosten für Planung, Installation, Hydraulik, Elektroinstallation und Inbetriebnahme an. Bei großen Industrieanlagen können diese Positionen einen erheblichen Anteil der Gesamtinvestition ausmachen.

Amortisation und Wirtschaftlichkeit der Industriewärmepumpe

Trotz der hohen Investitionskosten rechnet sich eine Großwärmepumpe in vielen Fällen langfristig. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit sind drei Faktoren: die eingesparten Energiekosten im Vergleich zur bisherigen Heizlösung, die verfügbaren Fördermittel sowie die Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer der Anlage.

Beispielhafte Betrachtung

Eine Industriewärmepumpe mit einem COP von 4 benötigt für jede erzeugte Kilowattstunde Wärme lediglich 0.25 Kilowattstunden Strom. Im Vergleich zu einer Gasheizung mit einem Wirkungsgrad von 90 Prozent ergibt sich bei einem Strompreis von 0,20 Euro pro Kilowattstunde und einem Gaspreis von 0,12 Euro pro Kilowattstunde folgende vereinfachte Gegenüberstellung:

HeizsystemEnergiekosten pro kWh Wärme
Gasheizung (90 % Wirkungsgrad)ca. 0,133 Euro
Industriewärmepumpe (COP 4)ca. 0,050 Euro

Das entspricht einer Einsparung von rund 62 Prozent bei den Energiekosten. Je nach Anlagengröße und Betriebsstunden amortisiert sich die Investition erfahrungsgemäß innerhalb von 5 bis 15 Jahren. Werden verfügbare Fördermittel in die Berechnung einbezogen, verkürzt sich die Amortisationszeit weiter. Der folgende Abschnitt gibt einen Überblick über die wichtigsten Förderprogramme in Österreich.

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Förderung für Großwärmepumpen in Österreich

Die Investition in eine Großwärmepumpe oder Industriewärmepumpe lässt sich in Österreich durch verschiedene Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene substanziell reduzieren. Die wichtigsten Programme im Überblick:

Umweltförderung im Inland: Wärmepumpe ab 100 kW

Die Umweltförderung im Inland ist das zentrale Bundesprogramm für Betriebe. Sie fördert elektrisch betriebene Wärmepumpen ab 100 kW thermischer Leistung für Heizwärme und Warmwasser. Antragsberechtigt sind Unternehmen, sonstige unternehmerisch tätige Organisationen, Vereine und konfessionelle Einrichtungen. Seit 1. Jänner 2026 gilt: Das Kältemittel muss ein GWP unter 750 haben, und die Jahresarbeitszahl der Anlage muss mindestens 3,8 betragen. Abgewickelt wird die Förderung von der Kommunalkredit Public Consulting (KPC), der Antrag läuft online.

Transformation der Industrie

Für größere Projekte zur Dekarbonisierung von Industrieprozessen gibt es das Bundesprogramm Transformation der Industrie. Es vergibt Investitions- und Transformationszuschüsse über befristete Ausschreibungen. Industriewärmepumpen, die fossile Prozesswärme ersetzen oder Abwärme nutzen, können dort eingereicht werden. Termine und Bedingungen veröffentlicht die KPC.

Förderprogramme der Bundesländer

Viele Bundesländer bieten eigene Förderprogramme an, die die Bundesförderung ergänzen. Die Förderbedingungen, Beitragshöhen und anspruchsberechtigten Anlagentypen variieren dabei erheblich. Auskunft geben die Energieberatungsstellen der Länder. Die Bundesförderungen für Betriebe finden Sie im Fördernavigator der KPC auf umweltfoerderung.at.

Kombination mit Photovoltaik

Wer eine Großwärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombiniert, kann zusätzlich die Förderungen nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) prüfen. Sie werden über die OeMAG abgewickelt, die Termine stehen in deren Förderkalender. Der selbst produzierte Solarstrom senkt die Betriebskosten der Industriewärmepumpe und verbessert die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage.

FAQ: Häufige Fragen zur Großwärmepumpe und Industriewärmepumpe

Was unterscheidet eine Großwärmepumpe von einer konventionellen Wärmepumpe?

Großwärmepumpen sind mit leistungsstärkeren Komponenten ausgestattet und erbringen deutlich höhere Leistungen als herkömmliche Anlagen. Einzelne Großwärmepumpen liefern mehr als 600 kW, als Kaskade zusammengeschaltete Systeme erreichen Leistungen von über 1 MW. Konventionelle Wärmepumpen kommen hingegen auf Leistungswerte von weniger als 50 kW und eignen sich vor allem für Einfamilienhäuser und kleinere Gebäude.

Wie funktioniert eine Industriewärmepumpe?

Ein Wärmeübertrager überträgt thermische Energie aus einer Wärmequelle (z. B. Umgebungsluft, Erdreich oder Abwärme) auf ein Kältemittel. Das Kältemittel verdampft und wird von einem Verdichter komprimiert, wodurch seine Temperatur weiter ansteigt. In einem zweiten Wärmeübertrager gibt das Kältemittel die Wärme an das Zielsystem ab, kühlt sich dabei ab, wird entspannt und nimmt seinen flüssigen Ausgangszustand wieder ein. Danach beginnt der Kreislauf von vorn.

Was ist eine Hochtemperatur-Industriewärmepumpe und wann wird sie benötigt?

Hochtemperatur-Industriewärmepumpen sind für Anwendungen ausgelegt, bei denen hohe Endtemperaturen von 90, 100 oder sogar bis zu 160 Grad Celsius benötigt werden. Sie kommen zum Einsatz, wenn die Quelltemperatur niedrig ist und ein großer Temperaturhub zu realisieren ist, etwa wenn Umgebungsluft auf über 100 Grad Celsius angehoben werden muss. Möglich wird das durch mehrstufige Kältemittelkreisläufe, spezielle Kältemittel oder Heißgasauskopplung.

Welche Wärmequellen kommen für eine Großwärmepumpe infrage?

Als Wärmequellen kommen Umgebungsluft, Erdreich, Oberflächen- und Grundwasser, Abwasser sowie industrielle Abwärme infrage. Besonders effizient sind Quellen mit hohem und ganzjährig stabilem Temperaturniveau wie Grundwasser, Erdreich oder Prozessabwärme. Sie ermöglichen einen kleinen Temperaturhub und damit niedrige Betriebskosten.

In welchen Bereichen werden Industriewärmepumpen eingesetzt?

Industriewärmepumpen kommen überall dort zum Einsatz, wo ein hoher und kontinuierlicher Wärmebedarf besteht und geeignete Wärmequellen verfügbar sind. Typische Einsatzbereiche sind Wohnanlagen, Quartiere und Siedlungen, Nah- und Fernwärmenetze, Gewerbebetriebe, Industrieanlagen, Krankenhäuser, Schwimmbäder, Rechenzentren sowie die Dampferzeugung in industriellen Prozessen.

Wie lässt sich die Effizienz einer Industriewärmepumpe steigern?

Die Effizienz lässt sich durch die Wahl einer Wärmequelle mit hohem Temperaturniveau steigern, da dadurch der Temperaturhub sinkt. Zusätzlich lässt sich die Anlage mit Solarthermie kombinieren, um den Wärmebedarf zu senken oder das Erdreich als Wärmequelle aufzuladen. Photovoltaik deckt einen Teil des Strombedarfs und reduziert die Betriebskosten. Auch die Nutzung saisonaler Wärmespeicher ist eine wirksame Maßnahme.

Wie hoch sind die Kosten einer Großwärmepumpe?

Die Kosten hängen von der Leistungsklasse, dem benötigten Temperaturniveau, der Wärmequelle und der Anlagenkonfiguration ab und lassen sich nicht pauschal angeben. Eine verlässliche Kostenaussage liefert nur ein individuelles Angebot, das auf den konkreten Bedarf abgestimmt ist. Anbieter koordinieren die Einholung passender Angebote.

Welche Fördermittel gibt es für Großwärmepumpen in Österreich?

In Österreich fördert der Bund Wärmepumpen ab 100 kW über die Umweltförderung im Inland, abgewickelt von der KPC. Seit 2026 sind ein Kältemittel mit GWP unter 750 und eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,8 Voraussetzung. Große Dekarbonisierungsprojekte der Industrie können über die Ausschreibungen von Transformation der Industrie gefördert werden. Viele Bundesländer bieten zusätzliche eigene Förderbeiträge an. Wichtig: Der Förderantrag muss vor der ersten verbindlichen Bestellung gestellt werden.

Kann eine Großwärmepumpe nachgerüstet werden?

Ja, in vielen Fällen lassen sich Großwärmepumpen problemlos in bestehende Anlagen nachrüsten. Voraussetzung ist eine sorgfältige Analyse der bestehenden Infrastruktur, der verfügbaren Wärmequellen und der benötigten Temperaturniveaus. Eine frühzeitige Machbarkeitsstudie hilft dabei, die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung zu identifizieren.

Wie lange ist die Lebensdauer einer Industriewärmepumpe?

Die Kosten Mit regelmäßiger Wartung und fachgerechtem Betrieb erreichen Industriewärmepumpen eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Zentrale Verschleißteile wie Verdichter lassen sich bei Bedarf austauschen, ohne die gesamte Anlage ersetzen zu müssen. Ein strukturiertes Wartungskonzept ist die wichtigste Voraussetzung für einen langen und wirtschaftlichen Betrieb.

Selbst überschlagen

Heizleistung selbst überschlagen

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Heizleistung selbst überschlagen

Erster Schritt jeder Auslegung ist die Heizlast des Objekts. Hier überschlagen Sie sie. Die Wärmepumpe wird darauf abgestimmt.

Alle Flächen, die tatsächlich beheizt werden, ohne Keller und Garage.

Spezifische Heizlast je Quadratmeter beheizter Fläche.

Zuschlag für die Warmwasserbereitung im laufenden Betrieb.

Kälteste anzusetzende Außentemperatur laut ÖNORM-Klimadaten.

Ein ausgekühltes Gebäude braucht mehr Leistung als der Dauerbetrieb.

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Ergebnis

– kW

Benötigte Heizleistung

Passende Baugröße
– kW
Volumenstrom bei 20 K Spreizung
– m³/h
Heizölbedarf bei Volllast
– l/h

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Rechenweg, Annahmen und häufige Fragen zu diesem Werkzeug stehen im Beitrag Heizungsausfall: in 24 Stunden zur mobilen Heizzentrale

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Einsatzgebiete

Großwärmepumpe in ganz Österreich

Wir vermitteln Partnerbetriebe in allen neun Bundesländern und wählen für Ihre Anfrage den Betrieb, der fachlich am besten zu Ihrem Projekt passt. Die Nähe zu Ihrem Standort zählt dabei stark: Sie senkt die Transportkosten und verkürzt die Reaktionszeit.

  • Wien Wien und Umland
  • Niederösterreich St. Pölten, Wiener Neustadt, Krems
  • Oberösterreich Linz, Wels, Steyr
  • Steiermark Graz, Leoben, Kapfenberg
  • Tirol Innsbruck, Kufstein, Wörgl
  • Kärnten Klagenfurt, Villach, Spittal an der Drau
  • Salzburg Salzburg, Hallein, Zell am See
  • Vorarlberg Bregenz, Dornbirn, Feldkirch
  • Burgenland Eisenstadt, Neusiedl am See, Oberwart

Ihr nächster Schritt

Bis zu drei Vergleichsangebote, kostenlos und unverbindlich

Sie beschreiben Ihr Vorhaben, wir prüfen Verfügbarkeit und Technik bei geprüften Anbietern in Ihrer Region und holen die Angebote für Sie ein. Für Sie entstehen dabei keine Kosten, auch dann nicht, wenn Sie keines der Angebote annehmen.

  • Kostenloses Vermittlungsmodell Unsere Beratung und die Angebotseinholung sind für Sie kostenfrei.
  • Rückmeldung binnen 24 Stunden Bei Notfällen melden wir uns schnellstmöglich, auch am selben Tag.
  • Partner in allen neun Bundesländern Kurze Anfahrtswege von Bregenz bis Eisenstadt.

So einfach funktioniert es

  1. Anfrage ausfüllen Eckdaten zu Leistung, Zeitraum und Einsatzort genügen.
  2. Persönliche Beratung Wir klären am Telefon die Details Ihres Projekts.
  3. Angebote vergleichen Sie erhalten passende Angebote und entscheiden in Ruhe.

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