Die Mietrechnung ist schnell verglichen, der Treibstoff selten. Dabei verschiebt er bei Einsätzen über mehrere Wochen die Gesamtkosten deutlich, und er ist der Grund, warum ein zu groß gewähltes Aggregat teuer wird: Es verbraucht auch in Teillast spürbar, ohne mehr zu leisten.
Dieser Beitrag zeigt die Rechenwege für Strom und Wärme, die Anforderungen an Bevorratung und Betankung sowie die Stellschrauben, mit denen sich der Verbrauch senken lässt.
Dieselverbrauch eines Stromerzeugers berechnen
Die Grundformel ist einfach:
Verbrauch [l/h] ≈ abgegebene Wirkleistung [kW] × 0,25
Ein Aggregat, das 80 kW liefert, verbraucht also grob 20 Liter je Stunde. Der spezifische Verbrauch ist allerdings lastabhängig: Im Bereich von 75 bis 80 Prozent Auslastung arbeitet ein Dieselmotor am effizientesten, in tiefer Teillast steigt der Verbrauch je Kilowattstunde deutlich an.
| Aggregat | 25 % Last | 50 % Last | 75 % Last | 100 % Last |
|---|---|---|---|---|
| 60 kVA (48 kW) | ca. 4 l/h | ca. 7 l/h | ca. 10 l/h | ca. 13 l/h |
| 100 kVA (80 kW) | ca. 6 l/h | ca. 11 l/h | ca. 16 l/h | ca. 21 l/h |
| 250 kVA (200 kW) | ca. 15 l/h | ca. 27 l/h | ca. 39 l/h | ca. 52 l/h |
| 500 kVA (400 kW) | ca. 30 l/h | ca. 54 l/h | ca. 78 l/h | ca. 104 l/h |
| 1.000 kVA (800 kW) | ca. 60 l/h | ca. 107 l/h | ca. 155 l/h | ca. 207 l/h |
Die Werte sind Richtwerte für moderne Dieselaggregate; das Datenblatt des konkreten Geräts geht vor. Für die Planung genügen sie: Multiplizieren Sie den Wert für Ihre erwartete Auslastung mit den Betriebsstunden pro Tag.
Tankcontainer mieten: von der Anfrage bis zur Rückgabe
Die Animation zeigt in fünf Schritten, wie es abläuft: Anfrage, Lieferung, Anschluss, Betrieb und Abholung. Unter der Zeichnung steht zu jedem Schritt, was dabei passiert.
- Befüllung
- Schritt 1 von 5 · AnfrageStoff und Volumen klärenSie nennen Stoff, Volumen, Einsatzort und Dauer. Wir klären den geplanten Einsatz und vermitteln passende Anbieter.
- Schritt 2 von 5 · LieferungPer Tieflader oder SattelzugJe nach Typ und Größe kommt der Container per Lkw mit Tieflader oder Sattelzug. Swap Bodies und Trailer-Tanks lassen sich ohne Kran direkt abstellen.
- Schritt 3 von 5 · AnschlussAnschließen und befüllenÜber die variablen Anschlussmöglichkeiten wird der Tank an Ihre Leitung angeschlossen und befüllt.
- Schritt 4 von 5 · BetriebZwischenlager vor OrtDer Tank dient vor Ort als Zwischenlager. Für Aufstellung und Betrieb maßgeblich sind das Wasserrechtsgesetz, die VbF 2023 und die Vorschriften des Bundeslands.
- Schritt 5 von 5 · AbholungEntleert und gereinigt zurückAm Ende der Mietzeit wird der entleerte und gereinigte Tank abgeholt. Ort und Zeitpunkt vereinbaren Sie frühzeitig mit dem Vermieter.
Der erste Schritt ist die Anfrage. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben. Wir holen bis zu drei Vergleichsangebote ein, kostenlos und unverbindlich.
Rechner
Verbrauch und Standzeit berechnen
Der Rechenweg dieses Abschnitts als Werkzeug: Werte eintragen, Ergebnis sofort ablesen und mit einem Klick in die passende Anfragestrecke wechseln.
Ergebnis
– l/h
Verbrauch je Betriebsstunde
- Standzeit bis zum Nachtanken
- – h
- Tagesverbrauch
- – l
- Treibstoffkosten je Tag
- – €
- Bedarf für sieben Tage
- – l
Kostenlos und unverbindlich. Wir holen bis zu drei Vergleichsangebote ein.
Womit der Rechner arbeitet
- Wirkleistung gerechnet mit cos φ 0,8: Ein 100-kVA-Aggregat gibt 80 kW ab.
- Spezifischer Verbrauch 0,26 l/kWh bei hoher Last, 0,28 bei halber, 0,31 bei Grundlast.
- Für die Standzeit werden 90 Prozent des Tankinhalts als nutzbar angesetzt.
Alle Ergebnisse sind Richtwerte für die Vorauswahl. Verbindlich ist die Auslegung durch den Anbieter. Sie ist im Angebot enthalten und für Sie kostenlos.
Rechenweg und häufige Fragen
So rechnet der Rechner
Zuerst wird aus der Scheinleistung die tatsächlich abgegebene Wirkleistung: kW = kVA × 0,8 × Auslastung. Diese Leistung multipliziert der Rechner mit dem spezifischen Verbrauch des Motors. Er liegt bei modernen Aggregaten zwischen 0,26 und 0,31 Liter je Kilowattstunde und steigt in Teillast an, weil der Wirkungsgrad sinkt.
Die Standzeit ergibt sich aus dem nutzbaren Tankinhalt geteilt durch den Stundenverbrauch. Angesetzt werden 90 Prozent des Volumens: Die letzten Liter bleiben als Sicherheitsreserve im Tank, damit der Motor nicht Luft zieht.
Was die Rechnung noch beeinflusst
- Motorlast im Tagesverlauf: Wer nur die Spitzenlast kennt, überschätzt den Verbrauch deutlich. Ein Betriebsstundenzähler oder die Fernüberwachung des Aggregats liefert den realen Mittelwert.
- Winterdiesel: Unter etwa −10 °C ist Winterware oder ein Additiv nötig, sonst flockt Paraffin aus und der Filter setzt zu.
- HVO: Der Verbrauch liegt rund 5 Prozent höher als bei fossilem Diesel, der Einkaufspreis deutlich darüber. Dafür sinken die CO₂-Emissionen erheblich.
Wie die Betankung organisiert und rechtlich einzuordnen ist, steht im Beitrag Dieselverbrauch und Treibstoffversorgung.
Warum steigt der spezifische Verbrauch in Teillast?
Ein Dieselmotor läuft mit konstanter Drehzahl, damit die Frequenz stimmt. Reibung, Kühlung und Nebenaggregate kosten dieselbe Energie, unabhängig davon, wie viel Leistung abgerufen wird. Je weniger abgenommen wird, desto größer ist der Anteil dieser Grundverluste.
Ab wann lohnt ein zusätzlicher Tankcontainer?
Sobald die Standzeit unter etwa zwölf Stunden fällt, wird tägliches Nachtanken zum Terminproblem. Ein doppelwandiger Tankcontainer mit 5.000 oder 10.000 Litern verlängert das Intervall auf Tage und senkt die Anfahrtskosten des Tankwagens.
Sind die Werte auch für Heizzentralen gültig?
Nein. Ölbefeuerte Heizzentralen wandeln Energie direkt in Wärme und verbrauchen rund 0,11 Liter je Kilowattstunde Wärme. Diesen Wert nennt der Heizlast-Rechner.
Grundlagen dieses Rechners: ISO 8528: Stromerzeugungsaggregate, Betriebsarten und Leistungsangaben, Verordnung über brennbare Flüssigkeiten 2023 (VbF 2023): Lagerung und Umfüllen, Wasserrechtsgesetz (WRG): Anforderungen an die Lagerung wassergefährdender Stoffe.
Wie lange hält der Tank?
Standzeit [h] = Tankinhalt [l] ÷ Verbrauch [l/h]
Beispiel: Ein 250-kVA-Aggregat versorgt eine Baustelle bei rund 50 Prozent Auslastung, also etwa 27 Liter pro Stunde. Mit einem 400-Liter-Tagestank ergibt das rund 15 Betriebsstunden: Bei Zweischichtbetrieb muss täglich betankt werden.
Rechnen Sie in der Praxis mit einer Reserve von 20 Prozent, weil der letzte Tankinhalt aus Sicherheitsgründen nicht abgefahren werden soll und der Verbrauch bei Lastspitzen steigt. Wer Betankungsfahrten reduzieren will, stellt einen zusätzlichen doppelwandigen Tank oder einen Tankcontainer daneben. Ab wenigen Wochen Einsatzdauer rechnet sich das fast immer.
Heizöl- und Gasverbrauch mobiler Wärmeerzeuger
Bei einer mobilen Heizzentrale rechnet man über den Heizwert. Ein Liter Heizöl extra leicht enthält rund 10 kWh; bei einem Kesselwirkungsgrad um 90 Prozent gilt:
Verbrauch [l/h] ≈ Heizleistung [kW] ÷ 9
Eine 300-kW-Heizzentrale verbraucht demnach bei Volllast rund 33 Liter pro Stunde. Dieselbe Rechnung gilt, wenn Sie für höhere Leistungen einen Heizcontainer mieten: Bei 1.000 kW Volllast sind es rund 110 Liter Heizöl pro Stunde. Entscheidend ist die tatsächliche Auslastung: Über einen Wintertag gemittelt liegt sie selten über 50 bis 60 Prozent, bei milder Witterung deutlich darunter.
Für Erdgas gilt sinngemäß rund 10 kWh je Normkubikmeter, für Flüssiggas rund 12,8 kWh je Kilogramm. Wer den Monatsbedarf abschätzen will, multipliziert die mittlere Leistung mit den Betriebsstunden und dividiert durch den Heizwert.
Bevorratung und Betankung: die Regeln
Dieselkraftstoff und Heizöl sind wassergefährdende, brennbare Flüssigkeiten. Für Lagerung und Umgang gelten die Verordnung über brennbare Flüssigkeiten 2023 (VbF 2023), das Wasserrechtsgesetz und (bei Betriebsanlagen) die Auflagen des Bescheids. In der Praxis bedeutet das:
- Doppelwandige Behälter oder Auffangwanne mit dem Rückhaltevolumen des größten Behälters.
- Dichte, befestigte Aufstellfläche, gegen Anfahren gesichert und ausreichend belüftet.
- Betankung nur mit Aufsicht, Bindemittel und Feuerlöscher in Reichweite, keine Zündquellen.
- Kennzeichnung der Behälter und Zugangsschutz gegen unbefugte Entnahme. Treibstoffdiebstahl auf Baustellen ist ein reales Thema.
- Strengere Auflagen in Wasserschutz- und Schongebieten sowie bei Aufstellung über Kanälen und Einläufen.
Gemietete Tankcontainer erfüllen diese Anforderungen ab Werk, mit doppelwandigem Aufbau, Leckageüberwachung, Zapfeinrichtung und Zählwerk. Das ist meist einfacher, als eine eigene Lagerlösung genehmigen zu lassen.
Kraftstoffqualität: Winterware, Alterung, HVO
Drei Themen entscheiden darüber, ob die Anlage im Ernstfall läuft:
- Winterfestigkeit. Sommerdiesel beginnt bei leichten Minusgraden zu versulzen: Paraffin kristallisiert aus und verstopft den Filter. Ab Herbst liefern die Mineralölhändler Winterware; für alpine Standorte gibt es zusätzlich Ware mit tieferem Filtrierbarkeitsgrenzwert. Wer im Sommer bevorratet und im Jänner startet, hat ein Problem.
- Alterung und Dieselpest. Diesel altert; Wasser im Tank begünstigt mikrobiellen Bewuchs, der als schmieriger Belag Filter und Düsen zusetzt. Gegenmaßnahmen: Tank vollhalten (weniger Kondenswasser), Wasserabscheider regelmäßig entleeren, Kraftstoff umwälzen oder verbrauchen, jährliche Probe.
- HVO als Alternative. Paraffinischer Dieselkraftstoff nach EN 15940, meist aus Rest- und Abfallstoffen hergestellt, ist deutlich lagerstabiler, praktisch schwefelfrei und verbrennt sauberer. Er ist teurer, für Notstromanlagen mit langer Standzeit aber häufig die sinnvollere Wahl. Freigabe des Motorenherstellers vorher prüfen.
Die tatsächlichen Betriebskosten
Die Kostenrechnung besteht aus vier Positionen:
- Miete je Tag, Woche oder Monat, degressiv mit der Dauer.
- Treibstoff: Verbrauch × Betriebsstunden × Preis je Liter. Der Preis enthält die Mineralölsteuer und die nationale CO2-Bepreisung; für bestimmte ortsfeste Anwendungen bestehen abweichende Regelungen, die der Lieferant kennt.
- Logistik: An- und Abtransport, Kran, Betankungsfahrten.
- Service: Wartungsintervalle bei Dauerbetrieb, Filterwechsel, Störungsbereitschaft.
Ein Beispiel: 250 kVA bei 50 Prozent Last, zehn Stunden täglich, vier Wochen. Das sind rund 27 l/h × 10 h × 20 Arbeitstage ≈ 5.400 Liter. Schon an dieser Zahl sieht man, warum der Vergleich zwischen Aggregat und Netzanschluss selten am Mietpreis scheitert und warum sich die Prüfung eines temporären Netzanschlusses ab einigen Wochen Laufzeit lohnt.
Fünf Wege, den Verbrauch zu senken
- Richtig dimensionieren. Ein Aggregat, das bei 30 Prozent Last läuft, verbrennt je Kilowattstunde deutlich mehr als eines im optimalen Bereich, siehe Notstromaggregat dimensionieren.
- Lastprofil aufteilen. Ein großes Gerät für den Tag, ein kleines für Nacht und Wochenende, statt eines Geräts, das rund um die Uhr die Spitzenlast abdeckt.
- Hybrid- und Batteriesysteme. Ein Batteriespeicher deckt Grundlast und Lastspitzen ab, das Aggregat startet nur zum Nachladen. Nachts bleibt es still. Das löst häufig auch das Lärmthema.
- Verbraucher abschalten. Beleuchtung mit Zeitschaltung, Heizgeräte mit Thermostat, Container mit Nachtabsenkung.
- Netz nutzen, sobald verfügbar. Sobald der Baustromanschluss steht, wird das Aggregat zur Rückfallebene, siehe Baustelle versorgen.
Beschreiben Sie Ihr Lastprofil im Anfrageformular: Unsere Partnerbetriebe rechnen den Verbrauch für die konkrete Maschine durch und weisen ihn im Angebot aus.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Diesel verbraucht ein 100-kVA-Aggregat?
Bei Volllast rund 21 Liter pro Stunde, bei 50 Prozent Auslastung etwa 11 Liter. Als Faustformel gilt: 0,25 Liter je erzeugter Kilowattstunde bei Volllast.
Wie lange läuft ein Aggregat mit einer Tankfüllung?
Tagestanks sind meist auf 8 bis 12 Stunden Volllast ausgelegt. Die genaue Standzeit ergibt sich aus Tankinhalt geteilt durch Verbrauch. Planen Sie 20 Prozent Reserve ein.
Kann ich HVO statt Diesel tanken?
In vielen modernen Motoren ja, sofern der Hersteller den Kraftstoff nach EN 15940 freigegeben hat. HVO ist lagerstabiler und verbrennt sauberer, kostet aber mehr. Klären Sie die Freigabe vor der Betankung mit dem Vermieter.
Was tun, wenn der Diesel im Winter versulzt?
Vorbeugen ist der einzige zuverlässige Weg: rechtzeitig auf Winterware umstellen, Tank vollhalten, Wasserabscheider entleeren, Filter tauschen. Ist es passiert, helfen Aufwärmen und Filterwechsel. Beides kostet Betriebsstunden.
Wer liefert den Treibstoff bei einem Mietaggregat?
Beides ist üblich: Betankung durch den Vermieter gegen Verrechnung oder Bezug über den eigenen Lieferanten. Bei längeren Einsätzen ist die Kombination aus Tankcontainer und vereinbartem Nachschub meist am günstigsten.
Regelwerke und Grundlagen dieses Beitrags
- Verordnung über brennbare Flüssigkeiten 2023 (VbF 2023) und Wasserrechtsgesetz (WRG)
- ÖNORM EN 590: Dieselkraftstoff, und ÖNORM EN 15940: paraffinische Dieselkraftstoffe (HVO)
- Nationales Emissionszertifikatehandelsgesetz (NEHG): CO₂-Bepreisung
- Mineralölsteuergesetz (MinStG)
- ISO 8528: Stromerzeugungsaggregate: Betriebsarten und Leistungsangaben
Gesetze und Verordnungen finden Sie im Rechtsinformationssystem des Bundes, ÖNORMEN bei Austrian Standards, OVE-Normen beim OVE. Dieser Beitrag gibt den Stand von Oktober 2026 wieder und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall. Verbindlich sind Bescheid und Fachplanung.
